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Die Historie der Roten Pforte

Zwischen den Häusern Markt 22 und 24 führte bis 1935 ein kleiner Privatweg entlang. Die Anwohner nutzen diesen Weg lange Zeit, um an die Au oder zum Lämmerfennenweg, der heute noch hinter einem Teil der Süderstraße verläuft, zu gelangen.

Als 1910 der neue Bahnhof entstand, diente der schmale Gang den Husumern als Abkürzung dorthin. An seinem Ende befand sich eine rote Gartenpforte, die jeden Abend rechtzeitig verschlossen wurde. Dies sollte dokumentieren, dass es sich hierbei um einen Privatweg handelte.

1869 kaufte F. Svenningsen der aus Jütland nach Husum kam das Haus Markt 22 und eröffnete hier sein Geschäft. Vorher befand sich in diesem Gebäude die alte Husumer Gaststätte "Bremer Schlüssel". Svenningsen war in jener Zeit ein angesehener Husumer Bürger, der 1900 Speisemeister im "Gasthaus zum Ritter St. Jürgen" war.

1935 wurde das Haus Süderstraße 24, in dem sich bisher eine Färberei befand, abgerissen. Die Rote Pforte verschwand und es entstand eine kleine Straße für den Fahrzeugverkehr. 1950 wurde in der Süderstraße das Haus Nummer 26 abgerissen. Im selben Jahr entstand auf diesem Gelände der Zentral-Omnibus-Bahnhof, von den Husumern kurz ZOB genannt.

Der Name "Rote Pforte" geriet allmählich in Vergessenheit. Auf westlicher Seite wurde 1950 ein Flachbau errichtet. Zwei Jahre später bebaute man auch die östliche Seite. Nach Verlegung des ZOB 1980 in die Herzog-Adolf-Straße führte dieser wieder seinen alten Namen "Rote Pforte". 2002 wurde der westliche Teil der Roten Pforte abgerissen. An seiner Stelle ist von den Nachkommen des alten Svenningsen ein neuer Gebäudekomplex errichtet worden.